Faszination Wissenschaft

Jedes Jahr werden die besten und schönsten Bilder bzw. Photographien der aktuellen Forschung prämiert.

Das Bild „Lizenz zum Töten“ von Volker Brinkmann war heuer in der Kategorie „Faszination Forschung“ nominiert und hat ex aequo mit einem Bild von Igor Siwanowicz („Überraschungseffekt„) den zweiten Platz belegt.

Lizenz zum Töten

© Volker Brinkmann

Was aussieht wie eine mikroskopisch kleine Blüte ist tatsächlich das menschlichen Immunsystem in Aktion: Die kolorierte rasterelektronenmikroskopische Aufnahme zeigt ein (durch das Verfahren hier rot gefärbtes) weißes Blutkörperchen. Die gelben Tuberkulosebakterien werden von der Zellmembran der Fresszelle umschlossen, ins Innere gezogen und dort unschädlich gemacht.

Überraschungseffekt

© Igor Siwanowicz

Die Gottesanbeterin tarnt sich als Blatt oder Zweig. Sie ist jederzeit bereit, dem Opfer blitzschnell die hakenbewehrten Fangarme entgegen zu schleudern. Sobald die Räuberin aber selbst in Gefahr gerät, nimmt Rhombodera basalis eine Drohposition ein: Frontal präsentiert sie ihre prächtigen Farben, spreizt die Glieder und verwirrt ihre Feinde. Rhombodera basalis wird bis zu 10 cm groß. Sie ist in Malaysia heimisch.

Den ersten Platz, wobei mir das Sieger Bild nicht so gut wie die beiden zweiten gefällt, hat das Photo namens „Zebrafischlarven“ von Jürgen Berger und Mahendra Sonawane zugesprochen bekommen.

Zebrafischlarven

© Jürgen Berger, Mahendra Sonawane

Der Zebrafisch ist ein beliebter Modellorganismus in der Entwicklungsbiologie. Innerhalb von drei Monaten wächst er von einer befruchteten Eizelle zu einem geschlechtsreifen Tier heran. Die dargestellten Larven sind zwei Tage alt. Man kann bereits gut die Mundöffnung erkennen. Bei den großen seitlichen Auswölbungen handelt es sich um die Augen. Zwischen ihnen befinden sich mit Wimpern umrandete Einstülpungen: Die zukünftigen Nasenlöcher.

Komplettiert wird die Riege der Preisträger durch den dritten Platz, den sich Martin Oeggerli mit seinem Bild „Evolution bei Korbblütlern“ geholt hat.

Evolution bei Korblütlern

© Martin Oeggerli

Auf diesem Photo sind die beiden unterschiedlichen Blütenformen eines Korbblütlers zu sehen: Die linke Blüte stammt vom Rand der Sammelblüte, zu erkennen am auffällig langen Blütenblatt, die Rechte aus dem Zentrum. Korbblütler sind eine der artenreichsten Familien innerhalb der Blütenpflanzen. Ihre charakteristisch bunten und runden Sammelblüten zeigen eine herausragende Anpassung an die Insektenbestäubung – was schon Darwin nicht verborgen blieb!

Mit Beiträgen von bilder-der-forschung.de.

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~ von eXistenZ - 13. Oktober 2009.

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